Repair Café

Marie's Blog

In diesem Blog schildert Marie ihre Erlebnisse während Ihres FÖJ von 2016-2017

Januar '17 - Seminar und Projektarbeit

Ins neue Jahr sind wir mit frostigen Temperaturen gestartet, da passte es sich gut, dass ich oft Kochlöffel und Grabegabel gegen meinen Schreibtischstuhl getauscht habe. Ich konnte die ruhige Zeit im Januar nutzen, um an meinem Projekt zu arbeiten und kleinere Projekte für den Verein zu erledigen. Ich plane ab März Kochabende zur nachhaltigen Ernährungen zu veransalten; dafür musste das Konzept und der Rahmen festgelegt werden und Fragen zu Personal und Finanzierung geklärt werden. Die Verwirklichung eines eigenen Projektes ist fester Bestandteil jedes FöJs und es macht mich sehr froh, dass nun auch mein Projekte Formen annimmt.

Mitte des Monats ging es für mich ins Energie- und Umweltzentrum nach Eldagsen zu meinem dritten FöJ-Seminar. Eine Woche lang haben wir uns mit den Themen Klima und Energie beschäftigt und dabei nicht nur unser Fachwissen erweitert, sondern auch Möglichkeiten für uns und unseren Alltag gefunden, dem Klimawandel und den Entwicklungen unserer Umwelt entgegen zu wirken. Hightlights des Seminars waren zum einen eine Klimaexpedition, bei der wir anhand von Live-Satellitenbilder die Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten beobachten konnte und eine Wanderung durch den nahegelegenen Kleinen Deister mit dem örtlichen Förster. Im Fokus standen dabei die Bedeutung von Wäldern für Klima und Energie und die Möglichkeiten ökologischer Forstwirtschaft

Vorweihnachtszeit bei den Heuhüpfern

Kekse backen und weihnachtliches Basteln mit Naturmaterialien standen im Dezember auf dem Plan.

Bei uns ging es tatsächlich wie in der Weihnachtsbäckerei zu. An vielen Tagen im Advent waren Kinder in unserer Küche Gast, um ihre eigenen, leckeren Vollkornplätzchen zu backen: kneten, ausstechen und verzieren, anschließend noch Vanillekipferl formen - manch einer konnte es kaum erwarten dann endlich von den Keksen zu naschen.

Darüberhinaus hat der Heuhüpfer e.V. diesen Monat zwei Naturwerkstätten ausgerichtet. Einmal haben wir uns getroffen, um aus dem Wachs unserer Bienen selber Kerzen zu gießen und Windlichter herzustellen. Gegen trockene Haut im Winter wurde eine Bienensalbe angerührt.

Eine Woche später haben wir uns daran gemacht, Strohsterne zu basteln. Was auf den ersten Blick so kompliziert scheint, hat jedes Kind hinterher doch mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Konzentration vollbracht. Ob bunt oder natura, ob einfach oder fortgeschritten, jedes Kind ist letzendlich nicht nur mit einem Strohstern nach Hause gegangen.

November '16 - Internationaler Besuch & erster Schnee

Bereits Anfang November haben uns gemeinsam mit der Werkstattschule Hannover besondere Gäste aus Dänemark und Spanien erreicht. Die zwei Jugendgruppen aus beiden Ländern absolvierten gemeinsam mit Schülern der Werkstattschule bei uns eine Stationsarbeit zum Theme nachhaltige Ernährung und Ökolandbau. Anschließend besuchten wir alle zusammen die Gemüsekiste, wo wir bei einer Führung durch die Räumlichkeiten den Weg von der Bestellung einer Kiste bis zu ihrer Auslieferung erleben konnten. Im Fokus standen an diesem Tag der Austausch über Landwirtschaft und Esskultur in der jeweiligen Heimat, sowie das gegenseitige Kennenlernen. Interessant war zu erfahren, dass es in den Wohnorten sowohl der dänischen, als auch der spanischen Schüler ähnliche Projekte, wie unsere Gemüsekiste gibt.

Mit den fallenden Temperaturen zogen wir und unsere Ackergruppen uns mehr und mehr ins Warme ans Ofenfeuer zurück. Nach einem Rundgang auf dem Hof mit Blick auf Winterarbeiten der Landwirte und Veränderungen auf dem Acker, widmeten wir uns drinnen beispielsweise der Saatgutarbeit. Gekocht wurden meist kräftige Suppen und Eintöpfe aus der übrigen Ernte.

Für mich ist es kaum zu glauben, dass nun bereits 3 Monate meines FöJs hinter mir liegen - ich hoffe die übrige Zeit vergeht nicht so schnell!!

   
 

Oktober '16

Die Zeit nach den Herbstferien stand ganz im Zeichen der Wintervorbereitungen. Egal, ob 14 oder 4 Grad auch im Oktober waren wieder einige Gruppen auf dem Kinderacker um letzte Kulturen ab zu ernten, die Beete winterfest zu machen und Saatgut zu gewinnen.

Selbst aus noch unreifen Gemüse, wie grünen Tomaten konnten wir leckere Kleinigkeiten, zum Beispiel ein Tomatenchutney herstellen. Bei gemütlich flackerndem Ofenfeuer haben wir uns außerdem dem Saatgut gewidmet: reinigen, sortieren, bestimmen und anschließend in bunte, selbstgebastelte Tüten abfüllen. So hat jeder die Möglichkeit im Frühjahr bunte Bohnen und duftende Blumen aus zu sähen.

Für mich ging es im Oktober auf das zweite FöJ-Seminar, welches unter dem Rahmenthema Projektarbeit stand. Die Wiedersehensfreude war groß. Wir verbrachten vier gemeinsame Tage in Hannover und inspirierten und unterstützten uns gegenseitig. In der ganzen Region Hannover blühen nun Projekte und Ideen von uns FöJlern auf.

Ich habe mich auf dem Kampfelder Hof schon voll und ganz eingelebt und fühle mich in der Hofgemeinschaft wohl und willkommen. Es macht Spaß mit allen Bereichen zusammen zu arbeiten und freue mich auf die gemeinsamen Erfahrungen in den nächsten Monaten.

Das bin ich

Hallo,

ich bin Marie, 19 Jahre alt und seit Anfang September unterstütze ich den Heuhüpfer e.V. als FöJlerin.

Nach meinem Abitur wollte ich mich nicht direkt in ein Studium stürzen und da bot das Freiwillige Ökologische Jahr eine tolle Möglichkeit meinen Horizont zu erweitern. Mir gefällt die Arbeit mit Mensch und Natur und ich habe mich hier auf dem Hof gleich wohl gefühlt.

In meiner Freizeit tanze, koche und reise ich gern. In den nächsten Monaten möchte ich hier gerne sowohl über Neuigkeiten von den Heuhüpfern, als auch über meine Erfahrungen im FöJ berichten!