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Marie's Blog

In diesem Blog schildert Marie ihre Erlebnisse während Ihres FÖJ von 2016-2017

Mai '17 – Festtag für die Heuhüpfer & neue Ernte

Am Morgen des 11. Mai war alles bereit, der Seminarraum blitze, die Tische zierten weiße Decken und Blumensträuße, das Essen war vorbereitet und die Sektgläser gefüllt - es gibt etwas zu feiern! Der Heuhüpfer e.V. ist nun vom Kultusministerium anerkannter, außerschulischer Lernort und Kultusministerin Heiligenstadt ließ es sich nicht nehmen diese Auszeichnung persönlich zu überreichen. Gemeinsam mit den vielen Gästen besuchte sie eine Gruppe, die gerade auf dem Kinderacker arbeitete und jeder war eingeladen mit anzupacken. Im Anschluss wurde ein kleines, buntes Fest bei bestem Wetter gefeiert.

Mit dem Mai kam auch die erste, erfolgreiche Frühlingsernte, um hungrige Ackerkinder zu stärken. Eigener Salat, erste Radieschen und frische Kräuter - überall grünt und blüht es wieder.

April '17 – Seminar & Ökofreunde

Gleich in der ersten Aprilwoche fand unser viertes und damit vorletztes Seminar im Leinebergland statt. Unter dem Motto Landwirtschaft erkundeten wir auf Fahrrädern die Region um Einbeck und besuchten dabei sowohl einen Bio-Bauernhof, als auch einen konventionellen Milchviehbetrieb. Für die FöJler, die wie ich in der Landwirtschaft tätig sind, war das eine tolle Möglichkeit sich mit ihrem Wissen einzubringen. Für andere wirkte der Vergleich von konventionelle und ökologischer Produktion sicherlich wie ein Augenöffner. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt waren unsere Pläne nach dem FöJ; in diesem Sommer schlagen wir alle neue Wege in Richtung Berufsleben ein und es war spannend sich mit meinen Mit-FöJlern über Erfahrungen und Pläne auszutauschen.

Am folgenden Wochenende ging es für mich und drei weitere Freundinnen aus meiner Seminargruppe nach Osnabrück - "Bienchen für Blümchen" hieß es beim diesjährigen Einheitlich-Landes-Aktons-Tag (ELAT). Gemeinsam mit FöJlern aus ganz Niedersachsen haben wir dafür in der Innenstadt Wildblumensaatgut verteilt und über das Wildbienensterben und die Bedeutung von Blühflächen aufgeklärt.                                           

 

März '17 - Appetit auf Zukunft & Saisonbeginn

  

Am 24. März wurde es ernst, der Start meines FöJ-Projektes „Appetit auf Zukunft“ stand an. Unter dem Motto „Bio? Logisch?“ habe ich gemeinsam mit jungen Erwachsenen ein Drei-Gänge-Menü gezaubert (natürlich 100% bio). Möhren-Tomaten-Suppe, Wirsingrouladen und ein crunchy Schichtdessert haben nicht nur in der Zubereitung Spaß gemacht, noch dazu hat es allen gut geschmeckt. Nun freue ich mich auf den zweiten Termin meiner Projektreihe.

Ansonsten haben wir diesen Monat endlich mal wieder viel Zeit draußen verbracht, auf dem Acker hat die Aussaat begonnen und auf und zwischen den Beeten war Frühjahrsputz angesagt – das Wetter hat zum Glück mitgespielt. Ende des Monats konnten wir dann auch das erste Mal wieder unter freiem Himmel kochen; die ersten Kräuter, wie Schnittlauch und Giersch wurden dabei zu leckeren Kräuterbroten und Kräuterpfannkuchen verarbeitet

Für mein viertes FöJ-Seminar, auf dem ich gerade bin, habe ich einen Beitrag zum Thema „Konventionelle gegenüber ökologischer Landwirtschaft“ vorbereitet. Ich halte es für eine gute Möglichkeit, das Wissen, dass man durch sein FöJ gewinnt, so an seiner Mit-FöJler weiterzugeben und zu einem gelungenen Seminar beizutragen.

               

Februar '17 - Eine Nacht in der Backstube & Halbzeit

 

Auch wenn wir gegen Ende des Monats mit dem ersten Frühlingswetter beglückt wurden, war es auf unserem Acker meist zu matschig und zu nass, um erste Arbeiten nach der Winterpause zu beginnen. Dafür wurde im Februar viel mit unterschiedlichen Kindergruppen gekocht, ob in der Schule oder bei uns am Hof, kinderleicht können Kochbasics und einfache, leckere Rezepte erlernt werden. Unsere restliche Ernte von unserem Wintergemüse reichte dabei für einige Töpfe Suppe und Eintopf.

Bei mir stand Mitte des Monats ein spannendes und sicherlich einmaliges Ereignis an, ich hatte die Möglichkeit eine Nacht lang mit den Bäckern in unserer Backstube am Hof zu backen. Es war eine spaßige Angelegenheit und ich war erstaunt zu sehen, wie viel unterschiedliches in einer Nacht gefertigt und gebacken werden kann. Die ersten Kniffe und Tricks lernt man recht schnell und nichts schmeckt besser als selbstgebackenes Brot – eine schlaflose Nacht war dieses Erlebnis auf jeden Fall wert.

Für mich ist es Zeit meine Halbzeitbilanz zu ziehen; ich bin nach wie vor glücklich mit der Entscheidung für ein FöJ und ganz besonders glücklich über meine Einsatzstelle. Jeden Tag lerne ich Praktisches und Kreatives dazu und ich bin sehr dankbar für die Möglichkeiten Verantwortung zu übernehmen und eigene Projekte zu gestalten.

Januar '17 - Seminar und Projektarbeit

Ins neue Jahr sind wir mit frostigen Temperaturen gestartet, da passte es sich gut, dass ich oft Kochlöffel und Grabegabel gegen meinen Schreibtischstuhl getauscht habe. Ich konnte die ruhige Zeit im Januar nutzen, um an meinem Projekt zu arbeiten und kleinere Projekte für den Verein zu erledigen. Ich plane ab März Kochabende zur nachhaltigen Ernährungen zu veransalten; dafür musste das Konzept und der Rahmen festgelegt werden und Fragen zu Personal und Finanzierung geklärt werden. Die Verwirklichung eines eigenen Projektes ist fester Bestandteil jedes FöJs und es macht mich sehr froh, dass nun auch mein Projekte Formen annimmt.

Mitte des Monats ging es für mich ins Energie- und Umweltzentrum nach Eldagsen zu meinem dritten FöJ-Seminar. Eine Woche lang haben wir uns mit den Themen Klima und Energie beschäftigt und dabei nicht nur unser Fachwissen erweitert, sondern auch Möglichkeiten für uns und unseren Alltag gefunden, dem Klimawandel und den Entwicklungen unserer Umwelt entgegen zu wirken. Hightlights des Seminars waren zum einen eine Klimaexpedition, bei der wir anhand von Live-Satellitenbilder die Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten beobachten konnte und eine Wanderung durch den nahegelegenen Kleinen Deister mit dem örtlichen Förster. Im Fokus standen dabei die Bedeutung von Wäldern für Klima und Energie und die Möglichkeiten ökologischer Forstwirtschaft