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Pädagogisches Konzept

Für unsere Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bedienen wir uns der Methoden der Naturerlebnispädagogik. Ihr Ziel ist es Werte, Wissen und Handlungskompetenzen zu vermitteln, um einen partnerschaftlichen Umgang des Menschen mit der Natur zu fördern.

Wertevermittlung – Achtung vor der Natur und den Menschen
Ziel ist es, Achtung vor allem Leben und eine Liebe und Verbundenheit zur Natur zu wecken. Da der Mensch Teil der Natur ist, schließt die Liebe zur Natur die Liebe zu den Menschen mit ein.

Wissen über Ökologie
Wird die Natur vom Menschen wahrgenommen, ins Bewusstsein aufgenommen und geachtet, möchte er Wissen über sie erwerben um natürliche Zusammenhänge verstehen zu können.

Förderung von Handlungskompetenzen als Teil der Gestaltungskompetenzen
Der Mensch muss selbständiges Denken und Handeln lernen. Er muss Wissen und Informationen hinterfragen und bewerten können und zusätzlich Mut zu Veränderungen besitzen. Im Umgang mit anderen Menschen in der Gruppe erlernen sie Rücksicht zu nehmen und Verantwortung für sich und andre zu übernehmen.

Bei seiner Arbeit stützt sich der Heuhüpfer e.V. auf die pädagogischen Prinzipien der Naturerlebnispädagogik.


 

Exkurs
Grundlegende pädagogische Prinzipien der Naturerlebnispädagogik

  • Ganzheitliches Lernen

Die Teilnehmer/innen (TN) sollen durch Entdeckungen und Erlebnisse in der Natur angeregt werden, Fragen zu stellen und aus eigener Motivation heraus Dinge zu untersuchen.

  • Lernen in der Gruppe

Für das Leben und Arbeiten in der Gruppe müssen Menschen soziale Fähigkeiten besitzen, die sie in Gruppensituationen einüben können.

  • Vorleben statt Lehren

Naturverträgliches Verhalten kann durch Nachahmung erleichtert werden. Ie Pädagogen/innen müssen nur noch Hilfestellungen geben, um Gedanken und Gefühle bewusst zu machen. Wichtig ist am Schluss einer Naturerfahrung die Reflexion von TN und Pädagogen/in.

  • Freiwilligkeit

Die TN nehmen freiwillig an den Übungen und Spielen teil. Niemand wird gezwungen oder bedrängt. Die Selbstverwirklichung des Menschen ist das Ziel.

  • Selbstverantwortung

Die TN benötigen genügend Zeit um eigene Entdeckungen zu machen und um selbständig zu Lösungsversuchen zu kommen.

  • Gewaltfreiheit und Toleranz

Konflikte in der Gruppe werden gewaltfrei und im Gespräch gelöst. Gewalttätige Auseinandersetzungen werden nicht geduldet. Die Teilnehmer sehen in der Natur, dass es keine Uniformität gibt. Die Vielfalt ist ein schönes, produktives und organisches Miteinander. Dies kann auch auf die Vielfalt der Menschen übertragen werden.

  • Freude am Spiel

Die Pädagogen/innen müssen für eine angstfreie und entspannte Atmosphäre sorgen, so dass die TN Erfahrungen sammeln und Experimente machen können, ohne dass korrigierend eingegriffen wird. So können sie selbständig zu Lösungen gelangen durch Ausdauer, Geduld, Geschicklichkeit im Umgang mit Dingen und Flexibilität im Denken erlernen.

  • Ernstcharakter

Die TN lernen, dass ihr Spaß dort begrenzt werden muss, wo er andere Lebewesen gefährdet.